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Autor: Marc Günther

ISO 19011:2025 – Fit für das Auditieren der Zukunft

Die Revision der Auditnorm ISO 19011 bringt frischen Wind in die Auditpraxis – und das genau zur richtigen Zeit. Der aktuell vorliegende Entwurf (ISO/DIS 19011:2025) reagiert auf die modernen Anforderungen unserer Arbeitswelt – Digitalisierung, Remote-Arbeit, komplexe Lieferketten und globale Risiken.

Was ändert sich?

Remote-Audits bekommen einen festen Platz. Der Begriff „Remote-Audit“ wird neu definiert – und es wird klar festgelegt, unter welchen Bedingungen Audits außerhalb physischer Präsenz zulässig sind. Damit wird Remote- oder Hybrid-Auditierung als gleichwertige Methode neben klassischen Vor-Ort-Audits etabliert.

Klare Leitlinien für digitale und hybride Auditformen. Der Entwurf enthält konkrete Empfehlungen zur Planung und Durchführung von Remote-Audits – von der Technologieauswahl bis zur Sicherstellung von Datensicherheit und Kommunikation.

Erweiterung der Auditperspektive: Lieferketten im Fokus. Mit der Überarbeitung wird der Auditumfang auf Lieferketten ausgeweitet: Der neue Anhang (u.a. Anhang A12) enthält ausdrücklich Hinweise zum Audit von Supply-Chain-Aspekten – ein Meilenstein für Unternehmen mit komplexen Zuliefererstrukturen.

Warum ist das relevant?

In einer globalisierten, digital vernetzten Wirtschaft sind klassische Audits allein oft nicht mehr ausreichend. Remote-Audits eröffnen neue Flexibilität: weniger Reiseaufwand, schnellere Audits, exaktere Planung. Gleichzeitig adressiert die Norm mit der Einbeziehung der Lieferkette die Realität vieler Unternehmen – mit Outsourcing, Zulieferern oder international verteilten Produktionsstandorten.

Erstes ESG-Audit: Sind wir wirklich so vorbereitet, wie wir glauben?

Das erste ESG-Audit ist für viele Unternehmen ein Reality-Check. Plötzlich zeigt sich, ob Strategien, Prozesse und Daten wirklich belastbar sind – oder ob schöne Nachhaltigkeitsversprechen im Prüflicht verblassen.
Spannend ist dabei vor allem eine Frage: Welche Lücken entdecken wir erst, wenn jemand zum ersten Mal wirklich genau hinschaut?

Das Ergebnis Ihres ersten ESG Audits muss gleich zur Vorlage bei Ihren Kunden ein voller Erfolg werden? Vorbereitung zahlt sich hier aus!

Wir unterstützen Sie bei der Einführung eines ESG Managementsystems und bereiten Sie auf (externe) ESG Audits nach verschiedenen Standards vor!

Interne vs. Externe Audits – warum die Ergebnisse oft so unterschiedlich ausfallen

Viele Unternehmen wundern sich:
Warum stellt der interne Auditor 15 Abweichungen fest – während der externe Auditor später nur 2 findet?

Die Antwort ist einfach – und entscheidend:

🔍 Der externe Auditor sucht Konformität.
Er prüft: Erfüllt das Managementsystem die Norm?
Fokus: Wesentliche, zertifikatsrelevante Punkte.

🔎 Der interne Auditor sucht Nichtkonformitäten.
Er fragt: Wo gibt es Abweichungen? Wo können wir besser werden?
Fokus: Jede Schwachstelle → Basis für kontinuierliche Verbesserung.

➡️ Deshalb sind interne Audits oft „härter“ – und genau deshalb so wertvoll.

Interne Audits ≠ kleines externes Audit.
Interne Audits sind ein Werkzeug, um Prozesse weiterzuentwickeln, Risiken zu erkennen und Qualität wirklich zu leben.

Kurz zusammengefasst:

  • Extern = Konformität nachweisen
  • Intern = Verbesserung ermöglichen

Wer beides versteht und nutzt, hat ein starkes, wirksames Managementsystem – und am Ende auch entspanntere externe Audits. 😉