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Autor: Marc Günther

Nachhaltigkeit in der Automobillieferkette

Direkte oder indirekte Zulieferer der Automobilbranche sehen sich zunehmenden Anforderungen gegenüber, nachvollziehbar und valide Nachweise über die Nachhaltigkeit ihrer Lieferketten darzulegen. Diese Anforderungen stammen einerseits aus Kunden- und/oder Investorenanforderungen und andererseits aus neuen Regulatorien wie den ESRS (European Sustainability Reporting Standards), der CSDDD (European Corporate Sustainability Due Diligence Directive) oder dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG).

Der Nachweis gängiger ISO Zertifizierungen wie z.B. ISO 14001, 45001 oder 50001 sind hier oftmals nicht ausreichend.

Für Unternehmen der Automobillieferkette wurde im Jahr 2021 hierfür vom VDA und 14 weiteren Gründungsmitgliedern (u.a. VW, Mercedes, Brose, Schäffler) ein eigener zertifizierbarer Standard ins Leben gerufen.

Ein erfolgreiches Audit nach dem Standard der Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) weist die Einhaltung unternehmerischer Verpflichtungen zu sozialer und ökologischer Verantwortung im eigenen Unternehmen und in der Lieferkette nach. RSCI hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit nachhaltigere Lieferketten in der Automobilindustrie voranzutreiben.

Auf Grund der Komplexität und Detailtiefe des Standards ist es für Unternehmen ratsam, durch eine Gap-Analyse Handlungspotenziale vor dem Zertifizierungsaudit zu identifizieren und Maßnahmen zur Behebung einzuleiten.

Mit Verena Günther stellt awaris consult nicht nur eine der wenigen zugelassenen Zertifizierungsauditoren in Deutschland, sondern unterstützt Unternehmen auch bei der effektiven Vorbereitung auf ein RSCI Audit.

Sprechen Sie uns an – wir begleiten Sie gern von der Vorbereitung über die Umsetzung bis hin zum erfolgreichen RSCI Audit!

ESRS Berichterstattung: Vor- und Nachteile einer Software

Viele Unternehmen stehen in den Startlöchern und bereiten sich intensiv auf die bevorstehenden Pflichten im Rahmen der ESRS vor. Oftmals wird jedoch der erste, ausgesprochen wichtige Schritte übersprungen: Die Entscheidung, mit welchen Arbeitsmitteln der Weg bis hin zum ersten Nachhaltigkeitsbericht gegangen werden soll.

Neben der klassischen Dokumentation über Word und Excel gibt es mittlerweile einige Softwarelösungen auf dem Markt, die entweder Einzelbereiche des Prozesses oder den Komplettprozess von der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) bis hin zum fertigen Bericht abdecken.

Der Einsatz einer Software soll gut überlegt sein. Auch wenn die Überlegungen bereits die ersten Ergebnisse der DMA vorgreifen, so sollte in die Überlegungen mit einbezogen werden, welche Themen vermutlich als wesentlich erachtet werden. Wird sich der Bericht im Großen und Ganzen auf Angaben zu E1 (Klima), S (Eigene Belegschaft) und G1 beschränken, so sind die Daten für die beiden letzten Themenbereiche oftmals bereits an anderer Stelle im Unternehmen vorhanden. Eine oftmals kostspielige Software scheint hier nicht so wichtig zu sein.

Auf Grund der Komplexität der DMA empfiehlt sich jedoch in jedem Fall die Anschaffung einer Software – allein schon auf Grund der Identifikation der wesentlichen Themen aus knapp 1.200 möglichen Datenpunkten. Zudem wird die Berichterstattung auf absehbare Zeit jedes Jahr anfallen! Gespeicherte Daten und das Grundgerüst können so auch in den Folgejahren genutzt werden.

Nachhaltigkeitsberichterstattung – Nicht nur ein Thema für die Großen!

Zugegeben, die ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sind keine leichte Kost und für alle betroffenen Unternehmen eine ernst zu nehmende Herausforderung.

Wie sich bereits jetzt schon zeigt, werden neben den ca. 15.000 unmittelbar nach ESRS berichtspflichten Unternehmen eine noch größere Anzahl an kleinen und mittleren Unternehmen mittelbar ebenfalls berichtspflichtig. Gründe hierfür können z.B. die Anfrage eines berichtspflichtigen Unternehmens nach Nachhaltigkeitsinformationen an seine Lieferanten sein oder auch eine bevorstehende Kreditverhandlung, die das Kreditinstitut von der Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens abhängig macht.

Für diese kleinen und mittleren Unternehmen ist ein konformer Report nach ESRS in den meisten Fällen nicht umsetzbar.

Eine gute Alternative kann hierzu der VSME ESRS Standard der EFRAG sein (Voluntary Reporting Standard for small- and medium-sized enterprises), der vor kurzem veröffentlicht wurde.

https://www.efrag.org/en/projects/voluntary-reporting-standard-for-smes-vsme/exposure-draft-consultation