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Nichtkonformität im ISO-Audit festgestellt – und jetzt?

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Nichtkonformität im ISO-Audit festgestellt – und jetzt?

Eine Nichtkonformität ist kein Weltuntergang. Sie zeigt, dass Prozesse verbessert werden können. Entscheidend ist, wie Unternehmen damit umgehen.

🔹 Korrektur: Zunächst wird der festgestellte Mangel behoben. Das Ziel ist, die unmittelbare Abweichung zu beseitigen.

🔹 Ursachenanalyse: Danach gilt es zu verstehen, warum die Nichtkonformität überhaupt entstanden ist. Nur wer die tatsächliche Ursache kennt, kann nachhaltig handeln.

🔹 Korrekturmaßnahme: Auf Basis der Ursachenanalyse werden Maßnahmen definiert und umgesetzt, damit die Abweichung nicht erneut auftritt.

Doch was passiert, wenn bis zum nächsten Audit keine Bearbeitung erfolgt ist oder die erforderlichen Nachweise fehlen?

Wird eine Nebenabweichung bis zum nächsten Audit nicht bearbeitet oder können keine belastbaren Nachweise zur Korrektur, Ursachenanalyse und Korrekturmaßnahme vorgelegt werden, bleibt dies nicht folgenlos: Eine nicht bearbeitete Nebenabweichung wird in der Regel zur Hauptabweichung hochgestuft.

Zusätzlich zeigt sich damit ein systemisches Problem im Umgang mit Nichtkonformitäten. Bei ISO 9001 kann dies beispielsweise auch zu einer Abweichung gegen die Anforderungen zum Umgang mit Nichtkonformitäten und Korrekturmaßnahmen führen – weil der Prozess zur Bearbeitung, Nachverfolgung und Wirksamkeitsbewertung nicht ausreichend funktioniert.

ISO-Managementsysteme leben vom kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Nicht die Abweichung selbst ist entscheidend – sondern der professionelle und nachvollziehbare Umgang damit.

#ISO9001 #Qualitätsmanagement #Nichtkonformitäten