ESRS vs. VSME
Die Dynamik rund um #CSRD und #ESRS bleibt hoch: Erst kürzlich hat die EU-Kommission die neuen Entwürfe zur Überarbeitung der ESRS sowie den Entwurf des freiwilligen Standards für Unternehmen außerhalb der CSRD-Pflicht veröffentlicht.
Die überarbeiteten ESRS-Entwürfe basieren auf den von EFRAG veröffentlichten Exposure Drafts zur Vereinfachung der bestehenden Standards. Ziel: deutliche Reduktion von Datenpunkten, mehr Fokus auf Wesentlichkeit und bessere Praxistauglichkeit.
Parallel gewinnt der #VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) weiter an Bedeutung. Besonders relevant für viele mittelständische Unternehmen: der sogenannte „Value Chain Cap“. Dieser soll sicherstellen, dass große berichtspflichtige Unternehmen von kleineren Unternehmen in ihrer Lieferkette nur solche Nachhaltigkeitsinformationen anfordern, die auch im Rahmen des VSME vorgesehen sind. Damit könnte der VSME künftig zu einem wichtigen Schutzmechanismus gegen überbordende ESG-Datenanforderungen in der Wertschöpfungskette werden.
Wie geht es weiter?
• Die öffentliche Konsultation der EU-Kommission läuft aktuell bis 3. Juni 2026.
• Anschließend sollen die delegierten Rechtsakte verabschiedet und dem Europäischen Parlament sowie dem Rat zur Prüfung vorgelegt werden.
• Ziel ist eine finale Verabschiedung bis Mitte 2026, sodass die vereinfachten Standards ab dem Geschäftsjahr 2027 verpflichtend anwendbar werden könnten.
Die Richtung ist klar: weniger Komplexität, stärkerer Fokus auf relevante Informationen und mehr Umsetzbarkeit – ohne Nachhaltigkeitsberichterstattung strategisch aus dem Blick zu verlieren.
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